Leiharbeit ist kaum ein Ausweg aus der Arbeitslosigkeit

Laut einer Studie des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) dauern die meisten Beschäftigungsverhältnisse in der Leiharbeit nur kurz. Rund die Hälfte endet bereits innerhalb von drei Monaten.

„Leiharbeit ist zwar keine breite Brücke, aber zumindest ein schmaler Steg in die Beschäftigung“, so Jochim Möller, Direktor des IAB.

IAB-Vizedirektor Ulrich Walkei erklärt, „die Leiharbeit ist neben der befristeten Beschäftigung eines der wichtigsten Instrumente für Unternehmen, um personalpolitisch flexibel auf Auftragsschwankungen reagieren zu können“.

Nur sieben Prozent der zuvor Arbeitslosen finden nach ihrer Tätigkeit als Zeitarbeiter eine reguläre Beschäftigung. Ein Drittel haben auch nach der Zeitarbeit keinen Job. Derzeit gibt es gut 750.000 Leiharbeiter (2008 = 800.000, 2009 = 600.000). Zudem verdienen Leiharbeiter weniger. Sie haben einen substantiellen Lohnnachteil von 20 bis 25 Prozent im Vergleich zu regulär angestellten Arbeitnehmern.

Die Studie im Internet: Link

Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) – IAB Kurzbericht 13/2010

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