Lidl für Mindestlohn im Handel

Mit dem überraschenden Vorstoß gibt der zweitgrößte deutsche Discounter der Debatte um die Arbeitsbedingungen im Einzelhandel eine neue Wendung. Lidl plädiert für die Einführung eines verbindlichen Mindestlohns im Einzelhandel. Damit lasse sich Lohndumping in der Branche eindämmen, so Klaus Gehrig (Chef der Lidl-Muttergesellschaft).

Sollte sich der Vorschlag eines Branchenmindestlohns durchsetzen, wäre der Handel der bislang größte Wirtschaftszweig mit einer entsprechenden Vereinbarung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

Nach den Querelen der vergangenen Jahre will Lidl wohl nicht immer nur der Buhmann sein und versucht sich nur von seiner freundlichen Seite zu zeigen.

Soziale Lesezeichen:

2 Antworten zu “Lidl für Mindestlohn im Handel”

  1. Rainer Mempel sagt:

    Das hört sich ja im ersten Moment gut an, wenn Lidl für den Mindestlohn ist. Dabei muss man wissen, dass es im Einzelhandel verbindliche Tarifverträge gibt. Zu Beginn fängt der Einstiegslohn bei ca. 8,30 € an, nach fünf Jahren Beschäftigung liegt der Stundenlohn über 12,- €.

    Was gut klingt, ist von Lidl der Versuch für ein sog. Basislohn unter dem tariflichen Einstiegslohn zu kommen, den die Mindestlöhne, die bislang festgelegt wurden, liegen unter 8,- €. Also, Fazit: Es ist offensichtlich richtig, aber der Tariflohn ist schon ein Mindestlohn.

  2. brigitte sagt:

    Die Festsetzung von Mindestlöhnen wäre meiner Meinung nach ein guter Weg die dringend benötigte Binnenkaufkraft zu stärken. Dies würde sich auch positiv auf die leidigen Hartz IV-Debatten auswirken. Man darf gespannt sein wie sich das entwickelt, ich hoffe das Beste für unser Gemeinwohl.

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