Unwort des Jahres 2009 – „betriebsratsverseucht“

Aus 2018 Vorschlägen hat die Jury das Wort „betriebsratsverseucht“ zum Unwort des Jahres 2009 gewählt.

Die Jury bezog sich damit auf einen Bericht des ARD-Fernsehmagazins „Monitor“. Dort erzählte ein Angestellter einer Baumarktkette, dass Abteilungsleiter das Wort „betriebsratsverseucht“ verwenden, um Mitarbeiter vor einem Wechsel des Arbeitsplatzes zu warnen und sie darauf hinzuweisen, dass die Wahrnehmung von Arbeitnehmerinteressen die Einstellung gefährde.

Die Jury begründet ihre Wahl mit den Worten: „Die Wahrnehmung von Arbeitnehmerinteressen stört zwar viele Unternehmen, sie als „Seuche“ zu bezeichnen, ist indes ein zumindest sprachlicher Tiefpunkt im Umgang mit Lohnabhängigen“.

Von mir ohne Worte

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